Michael von Abercron

Zum Streik bei der Firma Autoliv in Elmshorn erklärt der Bundestagsabgeordnete Michael von Abercron

„Die bedauernswerten Abwanderungspläne des Elmshorner Autozulieferers Autoliv sind ein Symptom der nicht wettbewerbsfähigen Standortbedingungen in unserem Land. Unzuverlässige Infrastrukturplanung durch viel zu lange Klagewege z. B. bei der A 20 und die im Vergleich zu den Wettbewerbern viel zu hohe Steuerbelastung der Unternehmen sind Gift für unsere Produktionsbetriebe.

Die nun lauten Bekenntnisse des linken politischen Spektrums im Kreis, man wolle die Arbeitsplätze sichern, sind angesichts deren Wahlprogramme reine Makulatur. Höhere Steuern für Unternehmen und das Blockieren von Infrastrukturmaßnahmen befördern Abwanderungsprozesse von Arbeitsplätzen zusehends. Wenn wir Arbeitsplätze bei uns halten wollen, brauchen wir ein verlässliches und attraktives Umfeld, in dem unternehmerisches Handeln auf fruchtbaren Boden fällt. Deshalb werde ich mich weiter dafür einsetzen, dass nicht nur unsere Autobahnen und Schienen ertüchtigt, sondern auch die finanziellen Rahmenbedingungen für Unternehmen verbessert werden.

Für die von der Verlagerung betroffenen Arbeitnehmer geht es jetzt vor allen darum, angemessenen Sozialpläne auszuhandeln. Ich gehe aber davon aus, dass es angesichts des bestehenden Mangels an gut ausgebildeten Arbeitskräften auch gute Chancen für eine Weiterbeschäftigung gibt. Damit es so bleibt gilt es umso mehr, für unsere Produktionsstandorte gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen.“