Michael von Abercron

von Abercron gegen Verlängerung der pandemischen Lage von nationaler Tragweite

Zu den aktuell steigenden Inzidenzzahlen im Kontext von leeren Intensivstationen erklärt der Bundestagsabgeordnete Michael von Abercron (CDU):

„Mit immer neuen Warnungen und Spekulationen über neue Corona-Varianten oder Meldungen wie ‚Die vierte Welle hat begonnen‘ werden Bürgerinnen und Bürger und auch die Politik von den zuständigen Stellen zunehmend verunsichert, obwohl über die Hälfte der Bundesbürger und fast alle Risikogruppen vollständig geimpft und die Intensivstationen leer sind.

 

Was ist Panikmache und was ist reale Besorgnis? Sind erneut harte Maßnahmen zu erwarten — und sei es auch erst nach der Bundestagswahl?

 

Bei genauer Betrachtung der zur Zeit vorliegenden neuen Daten besteht kein Grund zur Panik. Auch dann nicht, wenn der Chef des RKI behauptet, es gäbe eine vierte Welle der Infektionen — dies tut er zu Recht, da die im Infektionsschutzgesetz als Leitkennziffer festgelegte Inzidenzzahl alleiniger Bewertungsmaßstab ist.

 

Hier besteht für die Bundesregierung Handlungs- und Änderungsbedarf, so wie auch Bundesminister Spahn es klar ausgedruckt hat. Die 7-Tage-Inzidenz steigt in Deutschland seit drei vier Wochen und liegt aktuell nahe bei 50 im Kreis Pinneberg. Auch der 7-Tage-R-Wert liegt seit Anfang Juli kontinuierlich über eins. Mit weiteren Steigerungen ist zu rechnen, so dass in Kürze auch bundesweit die Inzidenzzahl von 50 oder 100 erreicht sein könnte. Dieses Mal jedoch ohne dass Krankenhäuser oder andere medizinische Einrichtungen besonders belastet wären. Das bedeutet, dass endlich weitere Kennziffern zur Bewertung, wie z. B. die Belegungsqote der Intensivstationen in den Krankenhäusern berücksichtig werden müssen, weil ansonsten wieder ein Lockdown droht, der dieses mal keinerlei Notwendigkeit hat. 

 

Deshalb werde ich nach Studie der aktuellen Datenlage auch keiner Verlängerung der pandemischen Lage von nationaler Tragweite zustimmen.

 

Die Impfquote wird sich Dank dem von Gesundheitsminister Spahn erreichten Ziel, allen Bürgerinnen und Bürgern Impfstoff anbieten zu können, bis zum Herbst und Winter auf mindestens 75 – 85 % steigern lassen, vorausgesetzt die Bürgerinnen und Bürger lassen sich impfen, um sich selbst zu schützen und zurück erhaltene Freiheiten zu genießen. Das Gebot der Stunde ist es folglich, alle Aktivitäten zu unterstützen, die die Impfangebote an die Frau und den Mann bringen.“