Michael von Abercron

Michael von Abercron (CDU) und der Helgoländer Bürgermeister Jörg Singer (Parteilos) unterstützen Kritik von Wolfgang Kubicki (FDP)

Zu der von dem Bundestagsvizepräsidenten Wolfgang Kubicki (FDP), geäußerten Kritik, das es keinen Sinn ergebe auf Helgoland, einer Gemeinde mit der Inzidenz Null, Ausgangssperren zu verhängen, erklärt der Bundestagsabgeordnete Michael von Abercron (CDU), in dessen Wahlkreis Helgoland liegt:
„Wem damit geholfen ist, dass sich auf einer Coronafreien Insel nachts niemand trifft, soll man mir mal erklären. Dass für Helgoland, mit seinen knapp 60 Kilometern Entfernung zum Festland, andere Regelungen gelten müssen als für Ortschaften, die zügig per Auto oder Fahrrad erreichbar sind, scheint offensichtlich.

Ich fordere daher, dass die Gemeindeverwaltung Helgoland das Recht bekommt, selbst zu entscheiden, welche Grundrechtseinschränkungen auf der Hochseeinsel gelten. Pauschale Vorgaben, die auf dem Festland vielleicht Sinn ergeben, sind draußen auf der Nordsee sehr schnell obsolet und lächerlich.“

Helgolands Bürgermeister Jörg Singer (parteilos) ergänzt: „Wir sind als Insel bisher gut durch die Pandemie gekommen und wissen selbst, was für Helgoland das Beste ist. Ich möchte die Helgoländerinnen und Helgoländer nicht in ihren Häusern einsperren müssen, weil im 140 Kilometer entfernten Pinneberg die Inzidenz steigt. Bei aller Verbundenheit zu unserem Festland und aller gelebten Solidarität — geholfen ist damit trotzdem niemandem.“