Dr. Michael von Abercron MdB

von Abercron sieht Pläne der Grünen mit Besorgnis

„Dass die Grünen sich zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs und insbesondere zum Ausbau der Schieneninfrstruktur bekennen, kann ich nur begrüßen. Aber die Ablehnung des Ausbaus der A23 kann ich nicht nachvollziehen. Die Devise muss lauten: das eine tun, ohne das andere zu lassen!
Der quasi-religiöse Kampf gegen Straßen hat mit Wissenschaftlichkeit und einer zukunftsweisenden Infrastrukturpolitik wenig zu tun. Es besteht zwar völliger Konsens darüber, dass wir den Verkehr von CO2-emittierenden Fahrzeugen entlasten müssen, aber auch Elektro- oder Wasserstofffahrzeuge müssen in Zukunft irgendwo fahren können. Verkehr ist kein Selbstzweck, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Wirtschaft, der in der arbeitsteiligen Gesellschaft die existenzielle Versorgung der Bevölkerung sicher stellt.

Gerade der Kreis Pinneberg ist als dicht besiedelter Teil der Metropolregion auf eine funktionsfähige und belastbare Infrastruktur angewiesen. Der Ausbau der A23 ist dafür von herausragender Bedeutung. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind wie die Unternehmen darauf angewiesen, dass sie selbst und ihre Waren zügig an ihren Bestimmungsorten ankommen. Durch den dringend notwendigen Ausbau der Schiene auf der Strecke Hamburg-Elmshorn und auch durch die Ergänzung von Radschnellwegen lassen sich weitere Verbesserungen im Nahverkehr erreichen. Die Grünen scheinen aber zu vergessen, dass Politik Entscheidungen für alle Menschen und alle Regionen treffen muss und nicht nur für diejenigen, denen ein Fahrrad zum Broterwerb ausreicht! Gerade der Kreis Pinneberg ist mit seiner ländlichen und städtischen Bevölkerung auf eine ausgewogene und starke Verkehrsinfrastruktur angewiesen, wenn er weiterhin wirtschaftlich stark und attraktiv bleiben will. Deshalb bleibt der Ausbau der A23 unerlässlich! Als zentrale Magistrale, muss diese Autobahn auch in Zukunft die Hauptlast der überregionalen Verkehre aus dem Bereich der gesamten Westküste aufnehmen. Die wirtschaftliche Entwicklung wie das weitere Bevölkerungswachstum in unser Region zeigen eindeutig, dass an einem Ausbau kein Weg vorbei führt, soll es nicht zu einer weiteren Verstetigung der Dauerstausituation kommen, unter der schon heute viele Menschen zu leiden haben. Welche Folgen so etwas hat, merken gerade die Menschen in Elmshorn durch die Totalsperrung der Wittenberger Straße. Hier zeigt sich, dass durch die fehlende 2. Autobahnauffahrt der gesamte Verkehr die innerstädtische Umleitung völlig überlastet und welche Bedeutung die A 23 hat. Deshalb bin ich sehr froh, dass wir mit dem Kreis Steinburg, der Stadt Elmshorn und der Gemeinde Horst jetzt bei der Planung dieser neuen 2. Ausfahrt für Elmshorn voran gekommen sind.“