Dr. Michael von Abercron MdB

Weltbodentag

Anlässlich des heutigen Weltbodentages erklärt der Pinneberger Bundestagsabgeordnete Michael von Abercron, Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft:
"Böden sind Lebensgrundlage und Lebensraum für Menschen, Tiere, Pflanzen und Bodenorganismen. Sie sind Rohstofflagerstätte, Fläche für Siedlung und Erholung, Standort für die land- und forstwirtschaftliche Nutzung, Standort für sonstige wirtschaftliche und öffentliche Nutzungen, Verkehr, Ver- und Entsorgung. Gesunde Böden sind die Produktionsgrundlage unserer Landwirte, die unsere Ernährung mit gesunden regionalen Lebensmitteln sichern!

Böden sind aber eine endliche Ressource. Sie sind unvermehrbar und unentbehrlich zugleich. So ist die Reduzierung von Flächenverlusten sowohl Natur- und Umweltschutz als auch Grundvoraussetzung eines lebenswichtigen Teils unserer Landwirtschaft. Die Bundesländer sind aufgefordert, das in ihrer Zuständigkeit liegende Bodenrecht so zu modernisieren, dass erhebliche Nachteile für die Agrarstruktur abgewehrt werden können. Ziel muss es sein, dass es viele bäuerliche Betriebe sowie ausreichende Flächen für Neueinsteiger und Junglandwirte gibt.

Beim Stromnetzausbauhaben wir uns für eine frühzeitigen Berücksichtigung der Belange des Bodenschutzes in Planungsverfahren zur Erdkabelverlegung eingesetzt und auch bei der Inanspruchnahme land- und forstwirtschaftlicher Flächen für naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen haben wir auf flächenschonende und landwirtschaftsverträgliche Regelungen gedrungen.

Vorhandene Böden gilt es aufzuwerten. Effizienzerhöhung mithilfe innovativer Technik beim Thema Düngung kann ein wichtiger Baustein sein. Darüber hinaus können wir bei Düngung und der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln mithilfe digitaler Techniken die eingesetzten Mengen reduzieren"

Landwirte setzen im eigenen Interesse nachhaltige Bewirtschaftungsmethoden und Bearbeitungstechniken ein, um den Humusgehalt abzusichern und um Bodenverdichtungen als auch Erosion zu vermeiden. An der Qualität der Böden arbeitet die Bundesregierung auch mit der künftigen Ackerbaustrategie. Diese zielt u.a. darauf ab, den Bodenschutz weiter zu stärken und die Bodenfruchtbarkeit zu erhöhen.

Von Abercron fordert: „Es muss alles versucht werden, um den noch immer viel zu hohen Flächenverbrauch von ca. 80 ha/Tag unversiegeltem Böden deutlich zu reduzieren! Vielmehr geht es darum, bereits brachliegende versiegelte Flächen wieder besser zu nutzen anstatt neue Flächen zu verbrauchen und belastete Böden konsequent zu sanieren. Dazu fehlen immer noch schlüssige und wirkungsvolle Konzepte!“

In Deutschland und Europa gibt es eine Vielzahl von Bodenschutz-Regelungen. Die Internationalen Bodenkundliche Union (IUSS) hat im Rahmen ihres 17. Weltkongresses, im August 2002 in Bangkok, den 5. Dezember