Michael von Abercron

Öffentlichkeitsbeteiligung Moorschutzstrategie

"Moorböden sind neben Ozeanen und Wäldern ein weiterer bedeutender Kohlenstoffspeicher. Sie bestehen aus Überresten torfbildender Pflanzen. Naturnahe Moore sind Lebensraum seltener Arten und erbringen Ökosystemleistungen für den Klimaschutz und die Biodiversität dieses besonderen Lebensraums.
Zur land- und forstwirtschaftlichen Nutzung wurden Moore weiträumig entwässert. Sie wurden zum Torfabbau und meist für eine extensive Grünlandbewirtschaftung genutzt. Zum Schutz der noch vorhandenen Moorböden könnte eine Wiedervernässung und Rekultivierung nicht nur den aktuellen CO2- Verlust reduzieren, sondern im Lauf der Zeit auch zu einer neuerlichen Kohlenstoffspeicherung führen. Doch auch bei einer weiteren landwirtschaftlichen Nutzung gibt es Möglichkeiten, etwa durch den Anbau von Paludikulturen die Emissionen zu verringern und Erträge zu generieren.

Der Bund unternimmt erhebliche Anstrengungen zum Schutz des Klimas und für die Erhaltung der biologischen Vielfalt. Mooren kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD für die 19. Legislaturperiode enthält den Auftrag, eine Moorschutzstrategie der Bundesregierung zu erarbeiten. Die Federführung für die Erarbeitung liegt beim Bundesumweltministerium (BMU). Dieses hat ein Diskussionspapier erstellt, auf dessen Grundlage die Moorschutzstrategie der Bunderegierung entwickelt werden soll. Es ist nachzulesen unter: https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Naturschutz/diskussionspapier_moorschutzstrategie_bundesregierung_bf.pdf Bis zum 18. Dezember haben alle Betroffenen und Interessierten die Möglichkeit, sich an der Kommentierung des Diskussionspapiers zur Moorschutzstrategie zu beteiligen."

Der Bundestagsabgeordnete Michael von Abercron ruft dazu auf, von dieser Möglichkeit regen Gebrauch zu machen, um eine möglichst breite Berücksichtigung der Anliegen betroffener Akteure aus Natur- und Umweltschutz, Land- und Forstwirtschaft sowie Wasser- und Energiewirtschaft zu gewährleisten. Stellungnahmen zum Diskussionspapier zur Moorschutzstrategie der Bundesregierung können bis zum 18. Dezember 2020 schriftlich per Post oder per E-Mail erfolgen. Die Stellungnahmen werden bei schriftlichem Vorliegen des Einverständnisses nach Abschluss des Beteiligungsverfahrens auf der Internetseite des BMU veröffentlicht.

Per Post können Stellungnahmen an folgende Adresse gesandt werden:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Referat N II 6 Postfach 12 06 29 53048 Bonn

Per E-Mail können Stellungnahmen an die folgende Adresse gesendet werden:

moorschutzstrategie@bmu.bund.de