Michael von Abercron

Greenpeace handelt rechtswidrig und gefährdet Fischer

Erneut hat sich der "gemeinnützige Verein" Greenpeace in seiner moralischen Überheblichkeit über geltendes Recht hinweggesetzt und trotz des behördlichen Verbots Granitblöcke in der Ostsee versenkt, nun im Fehmarnbelt.
Damit gefährden sie nicht nur den Seeverkehr sondern setzen die Gesundheit unserer Fischer aufs Spiel. Die Bundespolizei hat eine bußgeldbewehrte Unterlassungsverfügung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) überreicht, welche die Organisation bis zu 50.000 Euro kosten könnte. Wer rechtswidrig handelt agiert nicht gemeinnützig. Das muss auch Konsequenzen für die Einstufung der Gemeinnützigkeit haben!

Die anmaßende Aussage, man nehme wegen Untätigkeit gegen die Zerstörung des Ökosystems durch die Fischer die Sache selbst in die Hand zeugt von Hybris und Unkenntnis zugleich. Denn die Bestandssituation insgesamt hat sich seit 2014 deutlich verbessert. Für die schwindenden Dorsch- und Heringsbestände in der Ostsee sind vor allem der Klimawandel und Eutrophierung verantwortlich, weniger die Fischerei.

Fischerei muss auch in unseren Gewässern möglich und - bei Wahrung aller Nachhaltigkeitsziele - rentabel bleiben. Denn sie sichert nicht nur unsere Versorgung mit frischem Fisch sondern auch ganze Existenzen unserer Fischerfamilien und ist zugleich wichtiges Standbein unserer regionalen Tourismuswirtschaft!