Der Forderung des thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow nach einer neuen Nationalhymne, mit der sich alle, von Ost wie von West, identifizieren könnten erteilt der Bundestagsabgeordnete Dr. Michael von Abercron eine klare Absage: „Einigkeit und Recht und Freiheit – eine Aussagekraft, von der man annehmen möchte, dass auch die politisch Linke sie vertritt. Diese Werte waren und sind Grundpfeiler unseres Gemeinwesens, Wegbereiter der deutschen Wiedervereinigung und zugleich Ansporn auf dem Weg, die Lebensverhältnisse in allen Regionen Deutschlands weiter anzugleichen.“

„Neues der Erneuerung wegen ist kein Wert an sich; die in der Hymne transportierten Überzeugungen allerdings schon. Es gilt diese Überzeugungen immer weiter in die Realität umzusetzen.“, so von Abercron weiter.

Der Text des Liedes wurde 1841 auf der damals britischen Insel Helgoland von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben zur Melodie „Gott erhalte Franz, den Kaiser“ (Joseph Haydn) verfasst. Heute gehört Helgoland zum Kreis Pinneberg. Von Abercron: „Deshalb sind gerade wir Pinneberger verpflichtet unsere Hymne vor kuriosen Abschaffungsphantasien zu schützen!“

Auf die Bemerkung Ramelows, man habe im Zuge der Wiedervereinigung versäumt, „auf beide bestehenden Hymnen zu verzichten und gemeinsam eine neue zu wählen“ antwortet von Abercron: „Die Bürger der ehemaligen DDR haben in einem parlamentarischen Verfahren den Beschluss gefasst, dem Geltungsbereich des Grundgesetzes beizutreten. Dass dazu auch die Hymne gehört war klar und auch so gewollt, denn unsere Hymne ist ein bedeutendes Symbol der gemeinsamen Geschichte aller Deutschen. Sie war nie nur die Hymne des Westens! Auch wenn Bodo Ramelow das gerne verbreiten möchte.“

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