Dr. Michael von Abercron MdB stimmt heute gemeinsam mit der FDP zum Wolfspapier der Liberalen

"Ich werde heute leider nicht mit meiner Fraktion gemeinsam den Antrag der FDP ablehnen können.", so der Bundestagsabgeordnete Dr. Michael von Abercron am Rande der heutigen Sitzung des Deutschen Bundestages. "Die FDP hat in ihrem Antrag im wesentlichen meine Position und die Positionen meines CDU Kreis- und Landesverbandes zusammengefasst. Einzig die Blockadehaltung der Bundesumweltministerin Svenja Schulze hindert uns aktuell daran zu einem gangbaren Wolfsmanagement zu kommen. Meine Fraktion hat schon im November letzten Jahres ähnliche Forderungen in einem Fraktionspapier aufgestellt."

Der Verdruss ist besonders in der ländlichen Bevölkerung enorm. Seit Monaten werden immer wieder Schafe und Kälber auf Schleswig-Holsteins Koppeln vom Wolf gerissen. Schäfer, Milchbauern, Pferde- und Rinderzüchter sind betroffen und erwarten von der Politik ein zügiges Handeln. Sog. "wolfssichere" Zäune erweisen sich leider immer häufiger als nicht wolfssicher und sorgen zudem für unnötige Verletzungen bei verschiedenen Fluchttierarten.

Von Abercron weiter: "Die FDP will mit ihrem Antrag nicht nur den Wolf ins Jagdrecht aufnehmen, um den Bestand mit Hilfe von Schutzjagden notfalls regional regulieren zu können, sondern auch die Mittel für Entschädigungen von Betroffenen Landwirten erhöhen - das kann ich nur begrüßen. Einzig die Mittelerhöhung für 'Wolfspräventionsmaßnamen' sehe ich kritisch, da ich die Sinnhaftigkeit von Wolfszäunen kaum erkennen kann. Eine weitere 'Verzaunung' der Landschaft ist auch aus Umweltpolitischer Sicht abzulehnen. Ebenso ist der Aufbau von Kilometerlangen Zäunen durch die Tierhalter nicht zu leisten. Darüber hinaus ist eine Einzäunung der Deiche in Schleswig-Holstein nicht mit dem Küstenschutz zu vereinbaren."

"Ich hoffe, dass Frau Schulze die Zeichen der Zeit erkennt. Der Wolf ist in einem guten Erhaltungszustand und die Population muss unbedingt bundesweit gemanagt werden. Die Folgen bei weiterer Blockade durch das Ministerium halte ich für äußerst kritisch. Sollte es zu einem Angriff auf einen Menschen kommen, kann ich nicht erkennen, wie Svenja Schulze angesichts ihrer Untätigkeit weiter im Amt zu halten ist.", so der Bundestagsabgeordnete abschließend.

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