Ich begrüße die Genehmigung des Abschussantrages für den Pinneberger Wolf!

"Ich begrüße die Genehmigung des Abschussantrages für den Wolf 'GW 924m'!", so Dr. Michael von Abercron nach Bekanntwerden der Entscheidung des Schleswig-Holsteinischen Umweltministeriums. "Ich werbe auch um Verständnis für diese Entscheidung bei denjenigen, die eine mögliche Tötung eines geschützten Tieres schwer nachvollziehen können. Dabei ist es allerdings noch völlig offen, ob es überhaupt gelingen kann, gerade diesen Wolf Ausfindung zu machen und ihn erfolgreich zu bejagen. Tierhalter in weiten Teilen Deutschlands und jetzt auch verstärkt im Kreis Pinneberg haben in der letzten Zeit massiv unter Wolfsrissen gelitten. Neben den wirtschaftlichen Schäden sind es aber auch die erheblichen Belastungen der Halter, die durch das Auffinden von völlig verstümmelten Kadavern oder schwer verletzten Tieren zu verzweifeln beginnen. Diese zunehmenden Sorgen vieler Menschen auf dem Lande werden durch die neue Erfahrung verstärkt, dass es trotz eines Schutzzaunes keine absolute Sicherheit vor Wolfsangriffen gibt."

Von Abercron weiter: "Ich begrüße auch, dass die Namen möglicher Jäger ungenannt bleiben. Es ist in diesem Zusammenhang für unseren Rechtstaat höchst bedenklich, dass sich Landwirte und Tierhalter in letzter Zeit immer häufiger Anfeindungen bis hin zu Tätlichkeiten von militanten Tierschützern gegenüber sehen, die den Tier- und Artenschutz jenseits von Recht und Gesetz eigenmächtig für sich auslegen."

"Es ist gerade im Hinblick auf den Wolf davon auszugehen, dass die Probleme eher noch zunehmen werden. Bei einem derzeitigen Bestand von etwa 800 – 1000 Wölfen in Deutschland und natürlichen Populationszuwächsen von ca. 30% im Jahr, werden wir in nicht allzu ferner Zukunft auch in Schleswig-Holstein mit einer Zunahme von Wölfen zu rechnen haben. Die große Anpassungsfähigkeit und die zunehmende Nahrungskonkurrenz dieser Tiere erhöht das Risiko, dass sich das Wissen um die Überwindung von sog. 'wolfssicheren' Zäunen verbreitet. Damit wird nicht nur der Druck auf die Viehhalter steigen, sondern ein Wolfpopulationsmanagement wird langfristig unumgänglich sein. Gerade Schleswig-Holstein ist auf die Pflege seiner 430 km langen Landeschutzdeiche auf eine tragfähige Schafhaltung angewiesen und muss allen Tierhaltern im Lande eine gedeihliche Existenz sichern, was durch eine 'Verzaunung' der Landschaft weder wünschenswert noch sinnvoll ist.", so der Abgeordnete abschließend.

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