Der Arbeitskreis Steuerschätzung geht in seiner Prognose für das Jahr 2019 von Steuereinnahmen aus, die auf dem Niveau vom Mai dieses Jahres liegen. Damit kommt es bestenfalls noch zu geringen Steigerungen. Wahrscheinlicher aber ist es, dass mit einer Stagnation zu rechnen ist. Die von den Experten zuletzt bis zum Jahr 2022 genannte Steigerung i.H.v. 63 Milliarden€wird damit sehr unwahrscheinlich.

„Dieser negative Trend kann nur verhindert werden“, so von Abercron, „wenn es der Bundesregierung gelingt, die Rahmenbedingungen für eine wachstumsorientierte Wirtschaftsentwicklung zu schaffen.“

„Alle Kräfte in Bund, Ländern und Gemeinden sind aufgefordert“, so von Abercron, „mit einer soliden Haushaltspolitik und der notwendig gewordenen Unterstützung für einen möglichst freien Handel von Waren und Dienstleistungen die überwiegend mittelständischen Unternehmen zu fördern. Dies gilt ebenso für weitere Entlastungen bei der Körperschaftsteuer. Darüber hinaus muss alles getan werden, um den sich verschärfenden Mangel insbesondere an Fachkräften zu reduzieren oder noch besser zu beseitigen! Dafür sind nicht nur die Initiativen zur Verbesserung der beruflichen Bildung, sondern auch die sachgerechte Ausgestaltung eines Fachkräfte-Zuwanderungsgesetzes der Koalition von zentraler Bedeutung.“

In Zeiten, in denen nationale Interessen höher bewertet werden als gemeinsame, globale Verträge aufgekündigt und Wirtschafts- und Finanzmärkte destabilisiert werden, müssen die Bedrohten weiter zusammenrücken.

Der erste „Nationale Stahlgipfel“ in Saarbrücken mit rund 2.500 Gästen macht dies deutlich. Vertreter aus 6 Bundesländern vereinbarten eine „Allianz der Stahlländer“. „Das damit verbundene Ziel“, so von Abercron abschließend, „in Deutschland einen starken Stahlstandort für die Zukunft zu gestalten, sowie Arbeitsplätze zu sichern, ist ein Erfolg versprechender Anfang für eine aktive Industriepolitik.“

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