Michael von Abercron „Mietpreis-Stopp ist keine Lösung“

„Wer ernsthaft daran glaubt, mit einem Mietpreis-Stopp mehr und zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, liegt falsch. Steigende Kosten in der Baubranche, zu hohe Grunderwerbssteuer der Länder und die permanente Erhöhung der Grundsteuer in den Kommunen sowie die fehlenden Grundstücke, führen zwangsweise zu Mieterhöhungen und fehlenden Investitionen in neue Wohnungen. Hier besteht Handlungsbedarf! Landesregierung sowie Städte und Gemeinden sind aufgefordert, für entsprechende Initiativen und Planungen zu sorgen.“ so von Abercron.

Andreas Breitner, ehemaliger Innenminister von Schleswig-Holstein und jetziger Direktor des Verbandes Norddeutscher Wohnungsunternehmen VNW erklärt dazu: "Ich warne die Landes- und Bundespolitiker im Norden davor, beim Thema Wohnen mit den Sorgen und Ängsten der Menschen zu spielen. Was dem Rechtspopulisten die Flüchtlingspolitik ist, scheint dem Linkspopulisten die Wohnungsfrage zu werden. In Berlin wird offen über die Enteignung ganzer Wohnungsunternehmen schwadroniert, und nach der Mietpreisbremse wird nun gar ein Mietpreis-Stopp gefordert."

Von Abercron hierzu: „Die Stellungnahme von Andreas Breitner kann ich nur voll unterstützen.“

Meine Vorschläge,“ so von Abercron: „ Verstärkte Bemühung der Städte und Gemeinden um die Ausweisung von bezahlbaren Bauland, die Realisierung von innovativen Ideen z.B. Nachverdichtung oder Aufstockung bzw. Erhöhung der Geschosszahlen in städtischen Räumen wie dies in manchen Städten bereits ausprobiert wurde, um das Wohnraumpotenzial zu erhöhen.

Die jetzt beschlossene Förderung über das Baukindergeld, ist ebenfalls ein wichtiger Beitrag, um Familien mit Kindern zu unterstützen und Wohneigentum zu bilden, das zusätzlich auch als Altersvorsorge gelten kann. Berechtigte Familien erhalten dabei 1.200 Euro pro Jahr pro Kind für einen Zeitraum von maximal zehn Jahren.“

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