Schlechtere Produktionsbedingungen für regionales Obst und Gemüse verhindert.

„Nach langem Ringen - nicht nur mit dem Koalitionspartner - ist der Beschluss der Koalition, die 70-Tage-Regelung unbefristet zu verlängern ein wichtiger Erfolg für das Pinneberger Baumschulland, unsere Gartenbaubetriebe sowie Obst- und Gemüsebauern,“ betont Dr. Michael von Abercron.

„Die Verbraucher können auch weiterhin qualitativ hochwertige saisonale Produkte aus der Region erwarten. Dafür sind die Saisonarbeitskräfte aus dem Ausland unverzichtbar, denn in Deutschland sind diese nicht zu finden. Für die Gewinnung dieser Saisonarbeitskräfte ist die sozialversicherungsfreie kurzfristige Beschäftigung für 3 Monate unabdingbar. Die Auszahlung des Bruttolohns als Nettolohn macht diese Tätigkeit erst wirtschaftlich für Saisonarbeitskräfte attraktiv.

Zudem müssen die Betriebe für diese Arbeitskräfte keine anteiligen Sozialversicherungsbeiträge entrichten. Die durch die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns gestiegenen Lohnkosten sind insbesondere für Sonderkulturbetriebe eine große Herausforderung, da sie diese am Markt im Wettbewerb mit anderen europäischen Erzeugern kaum erwirtschaften können.“

Da die Arbeitskräftegewinnung aus Ländern wie Polen und Rumänien einerseits wegen des erfreulichen wirtschaftlichen Aufschwungs vor Ort und andererseits wegen der Konkurrenz durch die hohen Löhne in der boomenden deutschen Baubranche dennoch schwierig bleibt, fordert von Abercron bilaterale Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Ukraine, die es auch Drittstaatlern ermöglichen, in Deutschland kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse einzugehen. Davon würden nicht nur die hiesigen Betriebe profitieren sondern auch die ukrainische Wirtschaft gestärkt.

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