Der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Michael von Abercron hat sich in der letzten Woche mit dem Leiter der Polizeidirektion Bad Segeberg Andreas Görs, sowie dem Leiter der Kriminalinspektion Jochen Drews und dem Pinneberger Revierleiter Carsten Zingler getroffen. An dem Treffen nahmen auch der Kreistagsabgeordnete und CDU Ortsvorsitzende von Tornesch Daniel Kölbl, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Pinneberger CDU und Vorsitzende des Pinneberger Stadtentwicklungsausschusses Carl-Eric Pudor teil. Bei dem Treffen wurde in erster Linie die aktuelle polizeiliche Lage im Kreis Pinneberg besprochen. Daneben waren eine eventuelle Wiedereröffnung der Tornescher Wache und die bauliche Situation des Pinneberger Polizeireviers wichtige Gesprächsthemen.

„Die Sicherheitslage bei und im Kreis hat sich vergleichsweise gut entwickelt“, stellte Michael von Abercron fest. „Dies ist nicht zuletzt der sehr guten Arbeit der Kolleginnen und Kollegen der Polizei zu verdanken. Erstaunt war ich von der hohen Anzahl der jungen, engagierten Beamten die hier noch vor Ende ihrer Probezeit Dienst tun. Diese jungen Kräfte sollten wir versuchen bei uns im Wahlkreis zu halten. Dies geht nur über attraktive Dienststellen und vor allem auch über eine bessere Besoldung. Leider wandern viele nach Hamburg ab, da dort höhere Eingangsgehälter bezahlt werden als in Schleswig-Holstein. Hier müssen wir im Land auf jeden Fall nachsteuern.“ Zur Steigerung der Attraktivität würde der Bundestagsabgeordnete auch einen Neubau der Pinneberger Wache begrüßen. Das Gebäude weist erhebliche bauliche Mängel auf und die Raumsituation ist für die Beamten sehr beengt. Derzeit wird die Wirtschaftlichkeit des bestehenden Gebäudes noch überprüft.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist für den Bereich des Kreises Pinneberg derzeit erfreuliche Zahlen aus. So ist die Anzahl der Strafteten im Jahr 2017 von 18956 Fällen im Jahr 2016 um 7,31% auf 17571 Fälle gesunken. Davon konnten 8.837 Fälle aufgeklärt werden, womit die Aufklärungsquote um 2,3 Prozentpunkte gegenüber 2016 auf jetzt 50,3 Prozent gestiegen ist. Damit wird etwa jede zweite Straftat im Kreis Pinneberg aufgeklärt. Besonders erfreulich ist der deutliche Rückgang im Bereich des Einbruchdiebstahls im Kreis zu bewerten, der im letzten Jahr von 349 auf 202 Fälle um über 40% zurückgegangen ist. Die Führung der Polizei hat dabei zugesichert, dass sie sich weiter auf das Gebiet Einbruchdiebstahl konzentrieren werden, um diese Zahlen weiter senken zu können. Michael von Abercron zeigt sich sehr erfreut von dieser Aussicht.

Im Bereich Tornesch ist die Kriminalität im letzten Jahr ebenfalls gesunken (-14,37%). Dennoch wird von zahlreichen Tornescher Bürgerinnen und Bürger nach der Schließung der dortigen Wache ein Verlust des Sicherheitsgefühls beklagt. Die Polizei fährt von der Uetersener Wache aus im Bereich Tornesch zwar verstärkt Patrouille, aber Sichtbarkeit sowie Ansprechbarkeit haben mit der Schließung der Wache nachgelassen, was das Gefühl der Sicherheit doch erheblich beeinträchtigt. Von Tornesch CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Daniel Kölbl heißt es dazu: „Der Grad der Sicherheit drückt sich nicht allein in der Polizeilichen Kriminalstatistik aus. Durch eine fehlende Polizeistation werden vor allem kleinere Straftaten seltener angezeigt, da diese nicht mehr mal eben schnell auf dem Weg zum Einkaufen aufgegeben werden können. Zudem geht ein Rückzug der Polizei aus der Fläche zu Lasten der Bürgernähe und der Zusammenarbeit zwischen Polizei und örtlichen Organisationen. Wir brauchen eine polizeiliche Organisationsstruktur, die es ermöglicht, dass ein fester Stamm an Polizeibeamten für Tornesch zuständig ist, der die Gegebenheiten und Pappenheimer im Ort in- und auswendig kennt.“ Daher wird sich Michael von Abercron zusammen mit der Tornescher CDU weiterhin für eine Wiedereröffnung des Standortes einsetzen.

"Der Leiter der Polizeidirektion Bad Segeberg nahm die Hinweise zum Bereich Tornesch / Uetersen sehr ernst und betonte, dass die Polizei bemüht sei, mit festen Ansprechpartnern für den Bereich Tornesch zu arbeiten, um den wichtigen Punkt der polizeilichen Ansprechbarkeit und Verlässlichkeit zu gewährleisten. Allerdings wurden die in der Vergangenheit eingerichteten festen Ansprechzeiten der Polizei in Tornesch von der Bevölkerung zuletzt auch nur selten, bzw. gar nicht mehr genutzt. Festzuhalten bleibt aber auch, dass die Zusammenlegung der Polizeidienststellen eher zu einer Präsenzverstärkung, als zu einer Reduzierung für den Bereich Tornesch geführt hat.“

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