Vor 70 Jahren am 20. Juni führte Wirtschaftsminister und zweiter Bundeskanzler Ludwig Erhard zusammen mit der D-Mark die „Soziale Marktwirtschaft“ in der Bundesrepublik Deutschland ein. „Wohlstand für alle!“ versprach er.

„Im Rückblick“, so der Pinneberger CDU Bundestagsabgeordnete Dr. Michael von Abercron, „wird es heute wohl kaum viele Deutsche geben, die ernsthaft daran zweifeln.“

Die Kanzlerin, der Wirtschaftsminister und der Finanzminister waren am Freitag, den 20. Juni voll des Lobes für den Begründer des deutschen Wirtschaftsmodells, Ludwig Erhard, der nach dem Krieg das Gerüst einer sozialen Marktwirtschaft errichtet hat.

Man beruft sich nicht nur in der CDU gern auf den „Vater des Wirtschaftswunders", der mit der Währungsunion und der Freigabe der Preise im Juni 1947 den Grundstein für den rasanten Wiederaufstieg der deutschen Wirtschaft gelegt hatte.

Ein Festakt der Bundesregierung allein ist jedoch kein Garant dafür, dass die vom Vater des Wirtschaftswunders formulierten Grundsätze auch in Zukunft von der Politik der GroKo akzeptiert und in die Tat umgesetzt werden.

„Dies wäre allerdings“, so von Abercron, „zwingend erforderlich, wenn es gelingen soll, ‚Wohlstand für alle‘ auch in Zukunft trotz der Irritationen und Probleme einer veränderten globalen Wirtschaftslage und der drohenden Gefahr des Zerfalls der gemeinsamen Europapolitik sicherzustellen.“

Die wichtigsten Grundsätze einer Sozialen Marktwirtschaft sind aus meiner Sicht auch weiterhin:

1. Wettbewerbsprinzip Das Wettbewerbsprinzip ist real umzusetzen, weil Wohlstand nur durch marktwirtschaftlichen Wettbewerb und nicht über staatliche Lenkung entsteht.

2. Solide öffentliche Finanzen und Geldwertstabilität Wachstum und Wohlstand erfordern solide öffentliche Finanzen und stabilen Geldwert.

3. Fokus auf Vergrößerung des Kuchens statt Verteilungskämpfe Nur auf der Basis wirtschaftlichen Wohlstands können sozialstaatliche Anliegen realisiert werden.

4. Kein Versorgungsstaat Soziale Absicherung ist von zentraler Bedeutung, muss aber bezahlbar bleiben und darf nicht über Schulden finanziert werden.

Nach oben