Der CDU Bundestagsabgeordnete Dr. Michael von Abercron stellt fest: „Der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulen besteht zuerst immer darin, Schüler angemessen auf das Leben in der derzeitigen und künftigen Gesellschaft vorzubereiten. Eine der zurzeit größten Herausforderungen ist es dabei, die imposante schnelle digitale Entwicklung in unseren Schulen und Bildungseinrichtungen im Kreis Pinneberg nicht zu verschlafen!“

Digitale Kenntnisse werden immer mehr zu einer unverzichtbaren Schlüsselkompetenz für die Teilhabe in allen Bereichen und für die Sicherheit des Einzelnen wie auch der ganzen Gesellschaft im Sinne eines selbstständigen und mündigen Lebens in der digitalen Welt.

„Hier ist eine konzertierte Aktion von Bund, Land, Kreis und Städten zwingend erforderlich. Es ist gemeinsam dafür zu sorgen, eine gute digitale Infrastruktur aller Schulen zu schaffen. Eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Vermittlung digitaler Kompetenzen für alle Schüler in Deutschland ist damit erreichbar. Die digitalen Infrastrukturen an den Schulen sind über die Umsetzung des Digitalpaktes an den Schulen deutlich zu verbessern. Von den allgemeinbildenden Schulen bis zu den Berufsschulen wird der Bund mit dem Digitalpakt im Sinn einer einmaligen Anschubfinanzierung darum als Beschleuniger und Taktgeber maßgeblich daran mitwirken“ stellt von Abercron fest, „ganz gleich, ob sie sich erst auf den Weg machen oder bereits über eine digitale Basisausstattung verfügen“.

Mit einem kraftvollen Modernisierungsschub sollen alle Schulen in Deutschland in die Lage versetzt werden, ihren Weg in die Zukunft erfolgreich zu beschreiten. Die Kultushoheit bleibt dabei Kompetenz der Länder.

Dr. von Abercron hält folgende Forderungen für unverzichtbar:

1. Der Bund fördert die konzeptionelle Unterstützung beim Ausbau der IT-Infrastruktur der Schulen.

2. Antragsberechtigt sind alle Schulträger in Deutschland, auch die Träger von Schulen in freier Trägerschaft.

3. Der Breitbandausbau auf dem Schulgelände soll im Rahmen des Digitalpakts gefördert werden, denn dies ist die Basis für alle weiteren Maßnahmen in der digitalen Bildung. Die Verantwortung für den Breitbandausbau bis zum Schulgelände muss jedoch auch weiterhin beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) liegen.

4. Die Mittel des Digitalpakts Schule sind für die digitale Infrastruktur auf dem Gelände der Schulen und in den Schulgebäuden sowie für bildungsspezifische Aufgaben vorzuhalten. Eine Deckelung der Gesamtmittel des Bundes für diesen Bereich sollte in Betracht gezogen werden, so dass maximal 20 Prozent für den Breitbandanschluss von Schulen verwendet wird. Davon unberührt steht es den Ländern frei, weitere Maßnahmen in eigener Finanzierung durchzuführen.

5. Gefördert werden soll weiter die WLAN-Ausleuchtung, die Vernetzung der Kommunikations- und IT-Infrastruktur im Schulgebäude als „intelligentes Klassenzimmer“ und in einem nächsten Schritt Maßnahmen für die Vernetzung und Kooperation zwischen den Schulen. Die Länder sollen im Gegenzug mit landesweit einheitlichen Verwaltungsnetzen- und Lösungen die Schulen befähigen, zum Beispiel digitale Stundenpläne zu integrieren, digitale Klassenbücher zu führen und Benotung und Zeugniserstellung digital abzuwickeln.

6. Ebenso halten wir als CDU die Förderung von Lernplattformen und Schulclouds, die mindestens auf Landesebene angesiedelt sind, für sinnvoll. Durch landesweit einheitliche Bildungsplattformen und Landes-Serverlösungen kann der Administrations- und Wartungsaufwand insgesamt gesenkt werden, IT-Sicherheit und Datenschutz können gewährleistet und somit Schulen wie Schulträger entlastet werden.

7. Dem bisherigen Zustand, dass Administration und Wartung von IT-Systemen in Schulen über einzelne Lehrkräfte oftmals auf freiwilliger Basis abgewickelt werden, wollen wir entgegenwirken, indem grundsätzlich solche Strukturen im Rahmen des Digitalpakts gefördert werden, die eine professionelle Administration und Wartung gewährleisten und die Abhängigkeit davon reduzieren, ob sich einzelne Lehrkräfte einbringen (können).

8. Bei der Förderung von Schulclouds muss das übergeordnete Ziel sein, gemeinsam einheitliche technische Standards dafür zu definieren, dass Cloud-Lösungen und Lernplattformen zwischen Schulen, auf Länderebene und dort wo möglich, später auch bundesweit vernetzbar sind. Darum soll zur Unterstützung des Digitalpakts die Förderung des Projekts „Schulcloud“ ausgeweitet werden, welches das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Zusammenarbeit mit dem Hasso-Plattner-Institut (HPI) bereits an Schulen in verschiedenen Bundesländern durchführt.

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