Herings-Fangstopp verhindern, Grundlage für Familienbetriebe und Tourismus erhalten

Zur aktuellen Fangempfehlung des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) für das Jahr 2019 erklärt Dr. Michael von Abercron, fischereipolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:

„Die neuen Empfehlungen des ICES kann ich nicht nachvollziehen. Der Bestand des westlichen Herings hat sich in den letzten Jahren deutlich erholt. Warum der sogenannte Limit-Referenzwert für die Biomasse des Elterntierbestandes in der westlichen Ostsee nun von 90.000 Tonnen auf 120.000 Tonnen angehoben und der Hering dadurch in die Gruppe gefährdeter Bestände getrieben wurde bedarf schon einer guten Erklärung. Diese bleibt bislang aus.

In einem Brief, den ich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner noch diese Woche persönlich überreiche, bitte ich daher ausdrücklich um Unterstützung der heimischen Fischer und darum, sich beim EU-Ministerrat gegen einen Fangstopp und für eine sozialverträgliche Qutierung auszusprechen.“

Der EU-Ministerrat legt die Fangquoten für das nächste Jahr im Oktober fest. Der Hering ist für die wenigen verbliebenen Fischereibetriebe ein Brotfisch – ein Fangverbot würde für sie das Aus bedeuten. Auch Arbeitsplätze im fischverarbeitenden Gewerbe und in der Tourismus-Branche wären bedroht.

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