Tiere und Landwirte schützen - Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest verhindern

"Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland hätte dramatische Folgen für die betroffenen Tiere und Landwirte: Zahllose einheimische Wildschweine und Hausschweine würden verenden, denn die Krankheit verläuft tödlich. Das Einschleppen nach Deutschland zu verhindern hat daher oberste Priorität. Verendete Tiere müssen umgehend gemeldet werden.

Gerade weil die Afrikanische Schweinepest für Menschen unbedenklich ist, ist der Mensch durch unachtsames Verhalten Verbreiter Nummer eins. So sind z.B. aus dem Wochenendurlaub mitgebrachte Wurstspezialitäten aus betroffenen Gebieten oder achtlos entsorgte Barbecue-Abfälle eine große Gefahr. Zudem überlebt das Virus auch in tiefgekühlter Ware extrem lang. Deshalb werden die Informations- und Aufklärungsmaßnahmen in allen Bundesländern noch einmal verstärkt.

Fleisch- und Wurstabfälle müssen ordentlich entsorgt werden. Aber auch bei Schweinehaltern sind Hygiene und die nötige Sensibilität zwingend erforderlich. Ein weiteres Übertragungsrisiko der Krankheit geht von Wildschweinen aus. Daher wird die erlaubte Jagd auf Schwarzwild auf das ganze Jahr ausgeweitet. Dies minimiert das Risiko einer Ansteckung entscheidend.

Eine neue Verordnung des Bundeslandwirtschaftsministeriums ermöglicht es den Verantwortlichen vor Ort, bei einem Ausbruch schnell und koordiniert zu handeln. U.A. Pufferzonen und besondere Pflichten für Schweinehalter sollen eine weitere Ausbreitung verhindern und das Tierleiden so niedrig wie möglich halten.

Ebenfalls sinnvoll sind die bereits durchgeführte mehrtägige Krisenübung im letzten Jahr sowie die für kommende Woche geplante nationale Präventionskonferenz."

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