Zu den Diskussionen um ein Verschieben des CDU-Parteitages erklärt der Bundestagsabgeordnete Michael von Abercron:

„Ein nochmaliges Verschieben des Bundesparteitages darf keine Option für die CDU sein. Wir können als letzte große Volkspartei nicht in ein wichtiges Wahljahr starten, ohne dass die Vorsitzendenfrage abschließend geklärt ist.

Eine Alternative, wie beispielsweise ein Parteitag der gleichzeitig an mehreren Orten mit jeweils nur einem Anteil der Delegierten stattfindet, ist einem nochmaligen verschieben definitiv vorzuziehen. Jetzt ein nochmaliges Verschieben zu fordern ist ein durchschaubares Manöver einzelner, um aktuelle Entwicklungen, vor allem im Kontext jüngster Umfragen, auszubremsen.

Es ist auch so, dass die Angst des Parteiestablishments vor einer Urwahl des Vorsitzenden sich nun bitter rächt. Allmächtige Funktionärsparteitage und dogmatischer Glaube an Anwesenheitszwänge müssen schnellstmöglich aus der Satzung geräumt werden. Einerseits wollen die Mitglieder an der Basis mehr Einbindung in den wichtigen Fragen erleben und andererseits müssen demokratische Institutionen wie Parteien auch in Krisen wie dieser weiter handlungsfähig bleiben.

Es kann darüber hinaus nicht weiter die Regel sein, dass Vorschläge die Partei basisdemokratischer zu machen laufend in undurchschaubaren Gremien des Konrad-Adenauer-Hauses tot diskutiert werden oder auf Parteitagen behandelt werden wie die Verirrungen Abtrünniger. Unsere Basis schreit seit Jahren nach mehr Beteiligung. Es ist Zeit sie zu hören.“

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