Unterstützung für Meeresschutzgebiet im antarktischen Weddellmeer ist starkes Signal für internationalen Meeresschutz

Bei der diesjährigen Sitzung der Internationalen Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze in der Antarktis (CCAMLR) wird Ende Oktober erneut über das Meeresschutzgebiet im antarktischen Weddellmeer verhandelt. Um der Bundesregierung, die sich maßgeblich für die Einrichtung des Schutzgebiets einsetzt und das Vorhaben in den zurückliegenden Jahren durch Gespräche auf höchster politischer Ebene weiter vorangetrieben hat, zusätzlich den Rücken zu stärken, hat der Deutsche Bundestag heute einen überfraktionellen Antrag von CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen beschlossen, der die breite Unterstützung durch das Parlament deutlich macht. Dazu erklärt Dr. Michael von Abercron, Berichterstatter für Fischereipolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:

"Das größte Meeresschutzgebiet der Welt würde ein einzigartiges Ökosystem mit ungewöhnlicher Artenvielfalt schützen, das bedingt durch die Eisbedeckung bisher weitgehend unberührt geblieben ist. Wissenschaftliche Forschung soll dort weiterhin möglich bleiben. Deutsche Wissenschaftler führen bereits seit 1980 regelmäßige Forschungsexpeditionen ins Weddellmeer durch. Die stockenden Verhandlungen können nur in Gesprächen auf höchster politischer Ebene vorangetrieben werden. Daher sind wir der Bundeskanzlerin und auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner dankbar, dass sie alle zur Verfügung stehenden diplomatischen und anderen Kanäle und Möglichkeiten dafür nutzen, für den Schutz des Weddellmeers zu werben. Die Unterschutzstellung des Weddellmeeres wäre zugleich ein starkes Signal für die Ausweisung weiterer Schutzgebiete in der Antarktis und für den internationalen Meeresschutz insgesamt."

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