von Abercron kritisiert Habeck für „durchschaubares Wahlkampfmanöver“

Zu dem Vorschlag des grünen Bundesvorsitzenden Robert Habeck, die A20 und weitere Fernstraßenprojekte ruhen zu lassen, erklärt der CDU Bundestagsabgeordnete aus dem Kreis Pinneberg, Michael von Abercron:

„Robert Habecks fixe Idee, den seit Jahrzehnten geplanten Bau der A20 weiter hinauszuzögern, strotzt nur so von grüner Klientelpolitik und fehlender Kenntnis über die Lebensbedingungen an der Westküste. Die A20 ist nicht nur für die Menschen zwischen Bad Segeberg und Glückstadt, sondern auch für den gesamten norddeutschen Raum und die mitteleuropäische Wirtschaft von zentraler Bedeutung. Ohne sie werden der Dauerstau um Hamburg und die Herausforderungen, vor denen die Wirtschaft an der Westküste steht, nicht zu bewältigen sein.

Dass der Bundesvorsitzende der Grünen nun von der Seitenlinie eben jene Koalitionsvereinbarung zum Bau der A20 torpediert, der er selbst bei der Regierungsbildung in Schleswig-Holstein noch zugestimmt hat, kann nur an dem sich abzeichnenden Bundestagswahlkampf liegen. Anders ist es auch nicht zu verstehen, wieso der rückständige und quasi-religiöse grüne Hass auf Straßen nun vom grünen Parteivorsitzenden Habeck mit Klimawandelvorwänden verklärt wird. Auch Elektroautos und -LKWs werden Straßen brauchen und auch in Zukunft werden die Menschen aus den vielen Dörfern in Marsch und Geest nicht 60 Kilometer mit dem Fahrrad zur Arbeitsstätte pendeln. Darüber hinaus ist ein flächendeckender OPNV, der selbst die kleinsten Dörfer mit einem vernünftigen Takt versorgt, nicht bezahlbar — all das sollte Habeck als Schleswig-Holsteiner eigentlich wissen. Ferner sollten wir alle in der Corona-Krise gelernt haben, das zuverlässige Transportwege oft überlebenswichtig sein können.

Der nun durch ihn verlautbarte grüne Plan, dem A20 Bau einen weiteren Stock zwischen die Beine zu schmeißen, reiht sich ein in eine grüne Verkehrspolitik, die nur den besserverdienenden urbanen Wohlstandswähler mit U-Bahn-Haltestelle vor der Haustüre in den Fokus setzt. Habeck hat in den letzten Jahren offensichtlich zu viel Zeit mit den stadtgrünen Parteifreunden in Berlin verbracht und möchte, in einem durchschaubaren Wahlkampfmanöver, nun deren „glorreiche“ Ideen, die schon in Hamburg, Bremen und anderen Großstädten der Republik zu unerträglichem Dauerstau führen, auch auf die ländliche Region übertragen.“

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