Carsten Linnemann (Vorsitzender der Mittelstands-und Wirtschaftsunion sowie stell­vertretender Vorsitzender der CDU /CSU - Bundestagsfraktion) stellt in einem Interview fest: „Die deut­sche Wirtschaft steht erst am Anfang der Krise. Der Einbruch durch den Lockdown im März war schon dramatisch, aber im Herbst, wenn beispielsweise die Aussetzung der Pflicht zur Insolvenzanmeldung endet, wird sich die Lage nochmals verschärfen.Dann werden die Insolvenzzahlen in die Höhe schnellen, die Arbeitslosigkeit auf mehr als drei Millionen ansteigen und der anstehende notwendige Strukturwandel, wie z.B. der Hotelbranche, zu verkraften sein.“

Der Pinneberger CDU-Bundestagsabgeordnete Michael von Abercron will mit seiner Politik dazu beitragen, Schlimmeres zu verhindern und ist guter Hoffnung, dass mit der vom Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) jetzt eingeführten Überbrückungshilfe erfolgsversprechende Maßnahmen eingeleitet werden. von Abercron: „Kurzfristig wird vielen Betroffenen geholfen, weil Zeit gewonnen wird. Der notwendige Strukturwandel wird eingeleitet, die Chancen der Digitalisierung werden genutzt, Klima- und Umweltschutz  berücksichtigt, Wohlstand und Arbeitsplätze für alle geschaffen und so für eine lebenswerte und sichere Zukunft gesorgt.“

Ab sofort können Unternehmen, die in der Corona Krise erhebliche Umsatzeinbußen in Kauf nehmen müssen, Überbrückungshilfen des Bundes in Anspruch nehmen. Die Hilfen können pro Unternehmen insgesamt bis zu 150.000 Euro betragen. Die Auszahlung erfolgt in drei gleich großen Teilbeträgen in den Monaten Juli, August und September.

Seit Mittwoch können sich Wirtschaftsprüfer und Steuerberater auf der bereits freigeschalteten Onlineplattform des Bundeswirtschaftsministeriums registrieren. Voraussichtlich ab der kommenden Woche sollen sie dann für Unterneh­men Anträge stellen können. Nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ist mit ersten Auszahlungen ab der letzten Juli-Woche zu rechnen. „Die Bundesregierung leistet damit einen Beitrag zur Stabili­sierung der Wirtschaft, zum Erhalt gewachsener Strukturen und zur Festigung des Mittelstandes", so von Abercron. Was nach Ablauf des auf drei Monate begrenzten Programms passiert, ließ der Minister offen. Sollte Altmaiers Rechnung, das Deutschland ab Oktober wieder in eine Phase des Wachstums übergehe, nicht aufgehen, müsse nicht nur darüber nachgedacht werden, wie sichergestellt wird, dass nicht nur einige Branchen schnell wieder auf die Beine kommen, sondern möglichst viele — und am Ende nur wenige auf der Strecke bleiben, fordert von Abercron. Man solle die Entwicklung verfolgen und gegebenenfalls ab August über eine „etwas weniger großzügige Anschlussregelung nachdenken“, betonte der Pinneberger Bundestagsabgeordnete abschließend.

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