Neue Chance für Tunnel zwischen Tornesch und Prisdorf

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Michael von Abercron und Torneschs CDU-Vorsitzender Daniel Kölbl fordern Verkehrsminister Bernd Buchholtz (FDP) auf, seine Haltung gegen eine Untertunnelung des Bahnübergangs zwischen Tornesch und Prisdorf neu zu bewerten. Denn der Bund habe kürzlich beschlossen, seinen Kostenanteil bei der Untertunnelung von Bahnübergängen von einem Drittel auf die Hälfte aufzustocken. Ein Drittel der Kosten trage weiterhin die Bahn als Netzbetreiber, sodass nur ein Sechstel der Kosten beim Land verblieben.

„Strategie der Bundesregierung ist durch die Beseitigung von störungsanfälligen Bahnübergängen Züge schneller und pünktlicher fahren zu lassen“, erklärt Dr. Michael von Abercron die höhere Kostenbeteiligung des Bundes. Dr. Michael von Abercron und Daniel Kölbl sehen daher jetzt die große Chance, der stehenden Autoschlange am Bahnübergang zwischen Tornesch und Prisdorf allemal ein Ende zu setzen.

„Das Land hat nun zu sehr günstigen Konditionen die Möglichkeit einen Bahnübergang zu untertunneln, der tagsüber mehr geschlossen als geöffnet ist“, argumentiert Daniel Kölbl. Außerdem sei davon auszugehen, dass die Schließzeiten an der meistbefahrenden Bahnstrecke Schleswig-Holsteins noch länger würden, wenn zukünftig noch mehr Züge auf der Strecke fahren sollen. „Spätestens mit einem dritten Gleis oder dem Ausbau der S4 West bis nach Elmshorn müsste der Bahnübergang sowieso untertunnelt werden“, führt Dr. Michael von Abercron an. Auch die aktuelle Trassenplanung eines Radschnellweges zwischen Elmshorn und Hamburg erfordere eine Bahnunterführung oder -überführung zwischen Tornesch und Prisdorf.

Weitere Vorteile in einer Untertunnelung sehen die Christdemokraten in einer erhöhten Verkehrssicherheit, einer attraktiven Alternativanbindung Torneschs über die Westumgehung an die A23 und in einem besseren Verkehrsfluss der von Prisdorf kommenden Autos in den Tornescher Ortskern.

Die bisherigen Bedenken des Verkehrsministers, dass die anliegende Wohnbebauung zu dicht für einen Tunnel an dem Bahnübergang sei, teilen die CDU-Politiker nicht. „Im Zweifel muss die Straße entsprechend verschwenkt werden, dass der Tunnel dort hinpasst“, erklärt Daniel Kölbl und hält abschließend fest, „über kurz oder lang führt kein Weg an einer Untertunnelung des Bahnübergangs vorbei.“

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