In der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages wurden für das Haushaltsjahr 2020 zusätzliche Mittel in Höhe von 4 Millionen Euro für „Maßnahmen zur Anpassung und Entwicklung der Fischereiflotte“ beschlossen. Dazu erklärt der fischereipolitische Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Michael von Abercron:

„Das erfolgreiche Ringen um zusätzliche Mittel für die Fischerei ist ein positiver Lichtblick in der aktuellen Krise unserer Ostsee-Küstenfischerei! Nachdem der Rat der Europäischen Union massive Kürzungen der Fangmöglichkeiten für die Herings- und Dorschfischerei der Ostsee beschlossen hat, droht vielen Küstenfischereibetrieben das Aus. Denn wenn man die Fischer Ihrer Brotfische beraubt kommen diese Kürzungen einem Berufsverbot gleich. Dabei trägt die Fischerei, die sich stets an die Vorgaben gehalten hat, nur einen geringen Anteil zu der problematischen Bestandsentwicklung bei. Die Ursachen für den schlechten Zustand der Dorsch- und Heringsbestände liegen vielmehr in klimabedingter Temperaturerhöhung und Schadstoffeinträgen.

Gemeinsam mit meinen Kollegen aus den Ostseeküsten-Wahlkreisen und dem Haushaltsausschuss habe ich mich daher für eine finanzielle Abfederung der wirtschaftlichen Folgen eingesetzt. Wenn einzelne Fischer ihre Fangtätigkeiten endgültig aufgeben müssen, ist dies tragisch genug. Den Ausstieg müssen zumindest sozialverträglich abfedern.

Deshalb werden wir uns im Weiteren genau anschauen, dass die zur Verfügung stehenden Mittel auch bei den betroffenen Fischereibetrieben ankommen“, so von Abercron abschließend.

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