Michael von Abercron lehnt eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung kategorisch ab.

von Abercron: "Einer Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung werde ich im Bundestag auf keinen Fall zustimmen! Weshalb zukünftig vermögende Personen, die in ihrem Leben nur deshalb nicht viel Geld verdient haben, weil sie es nicht mussten, von einer Grundrente profitieren sollen, ist für mich völlig unverständlich! Der Steuerzahler soll künftig zusätzliche Milliarden mehr für eine Leistung aufbringen, nur weil die SPD eine Vermögensauskunft für unangemessen hält? Dieses Verfahren ist nicht nur sinnvoll, sondern hat sich zum Erhalt der Grundsicherung oder beim Bezug von BAföG lange als praktikabel erwiesen. Der Staat ist gerade dazu verpflichtet, das Steuergeld für soziale Leistungen so einzusetzen, dass es auch die wirklich Bedürftigen trifft und nicht nach dem Gießkannenprinzip vergeudet wird."

Der Koalitionsvertrag von 2018 ist hier völlig eindeutig: "Voraussetzung für den Bezug der Grundrente ist eine Bedürftigkeitsprüfung entsprechend der Grundsicherung." Dass die SPD nun nicht mehr bereit ist, ihre schriftlichen Abmachungen, die auch von den SPD-Mitgliedern per Mehrheitsbeschluss so bestätigt worden sind, einzuhalten, verwundert von Abercron.

„Wir alle wissen seit langem, dass die Grundrente kommen muss! Menschen, die 35 Jahre lang gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt haben, verdienen ohne jeden Zweifel ein Mindestmaß an Auskommen und gesellschaftlicher Anerkennung und müssen bei der Rente besser gestellt werden als diejenigen, die nicht in die Rentenkasse einbezahlt haben! Es darf uns nicht passieren, dass dieses wichtige Vorhaben den taktischen Spielchen eines taumelnden Koalitionspartners geopfert wird!", so von Abercron abschließend.

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