von Abercron: „Unsere Lebensmittel sind mit zahlreichen Informationen versehen, die für die Verbraucher im Alltag nur schwer einzuordnen oder zu vergleichen sind. Die in Deutschland, Europa und weltweit bestehenden Kennzeichnungsmodelle sind sehr verschieden. Damit gesunde Ernährung aber zur einfachen Entscheidung wird, brauchen die Verbraucher Klarheit bei der Wahl der Lebensmittel. Daher begrüße ich die Entscheidung, den Weg für eine bessere Lebensmittelkennzeichnung über den Nutri Score frei zu machen!“

„Es war ein richtiger Schritt unserer Agrarministerin Julia Klöckner, die wichtigsten Systeme zur Lebensmittelkennzeichnung durch die Verbraucher auf Wahrnehmung, Verständnis und Verständlichkeit untersuchen zu lassen. Damit ein Nährwertkennzeichnungssystem auch EU-rechtlich besteht und von den Verbrauchern auch angenommen wird, sind neben fundiertenund wissenschaftlichen Untersuchungen auch praxisnahe Tests erforderlich.“, so von Abercron weiter.

Das Ergebnis: 57 Prozent der Befragten favorisieren den französischen Nutri-Score. Mit diesem Ergebnis wird das Bundesernährungsministerium nun auf Grundlage der geforderten fundierten und wissenschaftlich haltbaren Erkenntnisse der Verbraucherforschung einen Entwurf zur Umsetzung des Verbraucher-Votums erarbeiten.

„Eine verpflichtende Kennzeichnung lässt sich nur europaweit einführen, um Wettbewerbsnachteile auszuschließen. Deshalb sollten Lebensmittelhersteller zunächst nicht dazu verpflichtet werden, ihre Produkte mit dem Nutri Score zu kennzeichnen. Allerdings hoffe ich, dass viele Lebensmittelhersteller die freiwillige Kennzeichnung als Chance für ihre Produkte sehen, um die Verbraucher mit mehr Transparenz zu überzeugen. Deshalb erwarte ich, dass sich das System am Markt durchsetzen wird.“ so von Abercron.

Die erweiterte Nährwertkennzeichnung ist ein zentrales ernährungspolitisches Vorhaben im Koalitionsvertrag von Union und SPD. Mit dem Ergebnis der Verbraucherstudie ist ein wesentlicher Schritt zur Umsetzung bewältigt.

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