Die Mieten und auch die Mietnebenkosten steigen so stark an, dass trotz steigender Löhne und einer Inflationsrate von unter 2% diese kaum noch bezahlbar sind. Dies gilt selbst dann, wenn nach bestehender Rechtslage Ansprüche auf Wohngeld bestehen. Die Wohngeldleistungen reichen nicht mehr aus.

Für den Pinneberger CDU Bundestagsabgeordneten Dr. Michael von Abercron ist der jetzt vorliegende Gesetzentwurf daher zu begrüßen, mit dem die GroKo für eine Anpassung dieser gesetzlichen Regelungen an die Realität sorgt. Von der Wohngeldreform werden lt. BMI rund 660.000 Haushalte ab 2020 profitieren. Darunter sind rund 180.000 Haushalte, die erstmals oder wieder Wohngeld erhalten.

Die Wohngeldleistungen bestehender Wohngeldhaushalte würden sich durchschnittlich um 30 Prozent erhöhen. Die Leistungsverbesserungen werden insbesondere Familien sowie Rentnerinnen und Rentner spüren. Ein Zwei-Personen-Haushalt, der ohne Reform durchschnittlich 145 Euro pro Monat erhalten hätte, soll durch die Reform durchschnittlich 190 Euro Wohngeld erhalten.

Besonders aufmerksam macht von Abercron auf die neu eingeführte Dynamisierung des Wohngeldes ab dem Jahr 2022. Künftig soll lt. Gesetzentwurf das Wohngeld regelmäßig alle zwei Jahre an die eingetretene Miet- und Einkommensentwicklung angepasst werden.

Des Weiteren schlägt die Bundesregierung im Gesetzentwurf vor, die Höchstbeträge, bis zu denen die Miete bzw. die Belastung von Eigentümern bezuschusst werden kann, regional gestaffelt anzuheben. In diesem Zusammenhang soll auch auf die Lage in besonders angespannten Wohnungsmärkten durch die Einführung einer neuen Mietenstufe VII reagiert werden. „Im Kreis Pinneberg könnte gerade diese Regelung für viele eine Entlastung bedeuten“ stellt von Abercron abschließend fest, „weil dadurch dort künftig auch höhere Mieten wirksam bezuschusst werden.“

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