Eine erfolgreiche und von den Bürgern akzeptierte Asylpolitik kann nicht daraus bestehen, dass jeder Vierte, im Mittelmeer zwischen Nordafrika, Malta und Italien gerettete Flüchtling, nach Deutschland geholt wird. Im Gegenteil, es ist sogar zu befürchten, dass damit zusätzliche Anreize für Schlepper gegeben werden, immer mehr Menschen auf den gefährlichen Weg über das Mittelmeer zu locken. Damit steigt nicht nur die Gefahr, dass immer mehr Flüchtlinge in dem kaum lückenlos zu überwachendem Seegebiet ertrinken, sondern es werden sich immer mehr Migranten über alternative Routen auf den Weg nach Europa machen, weil sie auf die angekündigten Aufnahmequoten vertrauen.

Ein weiteres Risiko besteht darin, dass eine prozentuale Quote keinerlei Rücksicht darauf nimmt, ob Städte und Gemeinden überhaupt in der Lage sind, ggf. dauerhaft mehr als 50.000 - 70.000 (wie zu Zeiten vor der Flüchtlingskriese möglich) Flüchtlinge jährlich zu verkraften. Und dies ist nicht nur eine Frage des Geldes, sondern insbesondere auch eine Frage der real vorhandenen und geplanten Maßnahmen", so von Abercron.

Ich teile deshalb ausdrücklich, die von Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) vorgebrachten Bedenken zu Minister Seehofers Angebot, weil eine Mengenbegrenzung fehlt. Es geht jetzt darum, konkret festzulegen, wie wir dafür sorgen können, dass die Ursachen der Flüchtlingsbewegung erfolgreich bekämpft werden. Dazu gehören die Intensivierung von Hilfsmaßnahmen in den Herkunftsländern durch das Entwicklungsministerium, sowie weitere humanitäre wie grenzpolizeiliche Hilfen zur Seeraumüberwachung für die nordafrikanischen Küstenländer.

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