Was mir am Kreis Pinneberg besonders wichtig ist

 Verantwortung für die Kulturlandschaft

Wer sich entscheidet, Landwirt zu sein, übernimmt Verantwortung für Pflanzen und Tiere, für die Mitarbeiter des bäuerlichen Betriebes und Verantwortung für die Menschen, die sich von den Erzeugnissen ernähren. Landwirt zu sein bedeutet aber auch, Verantwortung zu übernehmen für die jahrhundertealte Kulturlandschaft unserer Heimat. Die Pflege der traditionellen Kulturlandschaften ist ein Beitrag zum Erhalt unserer Identität und darüber hinaus ein Beitrag zum Artenschutz. So hängt beispielsweise das Überleben der Schachblume, die die Wappen der Gemeinde Hetlingen und des Amtes Seestermühe ziert, von einer speziellen Art der Bewirtschaftung der Wiesen in der Marsch ab. Nur wenn jährlich und nicht zu früh gemäht wird, bleibt ihr Lebensraum erhalten.

Schutz der Ufer und Strände

Mit der Unterelbe führt eine der wichtigsten Seeschifffahrtsstraßen Europas direkt an unserem Kreis Pinneberg vorbei. Für die deutsche Wirtschaft ist der Hamburger Hafen das Tor zur Welt und für die Menschen in Schleswig Holstein der größte Arbeitgeber. Bei dem intensiven Schiffsverkehr bleiben Konflikte zwischen Natur- und Uferschutz auf der einen Seite und den Anforderungen an eine moderne, schnelle und sichere Wasserstraße nicht aus, denn auch im Seehandel gilt: Zeit ist Geld. Jeder Strandspaziergänger kennt das Schauspiel, wenn ein Containerriese mit zu hoher Geschwindigkeit vorbeipflügt und Sekunden später ein kleiner Tsunami über den Strand rollt.
Über die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung habe ich durchgesetzt, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung eingeführt wird. Nach der Elbvertiefung wird die Richtgeschwindigkeit, für die ich mich schon vor Jahren erfolgreich eingesetzt habe, verbindlich. Vor den Ufern unseres Kreises dürfen dann Schiffe mit über 90 Metern Länge nicht mehr schneller als mit 12 Knoten durch das Wasser fahren. Somit können Uferschäden, die durch den Schwell der Schiffe entstehen, deutlich minimiert werden. Die unterschiedlichen Interessen des Küstenschutzes, des Naturschutzes sowie der Schifffahrt können durch diese Regelung gut in Einklang gebracht werden.

Urlaub vor der Haustür

Der Kreis Pinneberg hat doppelt Glück: In nächster Nähe finden sich die Vorzüge der Metropole Hamburg und noch näher, meist nur wenige Schritte von der eigenen Haustür entfernt bietet sich eine Vielfalt an Flusslandschaften, Wiesen und Wäldern, Mooren und Äckern, die dazu einladen, die Seele baumeln zu lassen. In Sachen Naherholung kann sich der Kreis Pinneberg sehen lassen: Vom großen Hamburger Yachthafen über die Katamaranverbindung von Wedel nach Helgoland bis hin zu den unzähligen Stränden an der Elbe reichen die maritimen Highlights.

Himmel (-moor) auf Erden

Wer mit offenen Augen durch unseren Kreis Pinneberg streift, sich aufs Fahrrad schwingt, die Laufschuhe schnürt oder einfach ganz entspannt einen Spaziergang macht, der entdeckt so manchen kleinen Schatz der Natur. Vieles, was es zu entdecken gibt, kann es mit den berühmten Sehenswürdigkeiten aus den großen Nationalparks aufnehmen. Momente, in denen so etwas möglich ist, werden in unserer schnellebigen Zeit immer seltener. Wenigstens der Sonntag sollte für etwas Muße und Besinnung reserviert bleiben.

Von der Eiszeit…

Die Landschaft des Kreises Pinneberg ist in ihren Grundzügen vor über 14.000 Jahren während der letzten Eiszeit unter der Wucht der von Norden heran gleitenden Gletscher entstanden. Der Sand der Geest wurde vom Schmelzwasser der Gletscher zu Sandbänken angeschwemmt und in vegetationslosen Jahrtausenden vom Wind zu Dünen wie den Holmer Sandbergen zusammengeweht. Der Kleiboden der Marsch, auf dem vor 800 Jahren die Haselauer Dreikönigskirche errichtet wurde, ist erst später von der Elbe angeschwemmt worden.

… zur Goldgrube

Für die Landwirtschaft sind die fruchtbaren Böden der Marsch schon seit Jahrhunderten eine Goldgrube. Mit Deichen und Entwässerungssystemen mussten die Menschen das ertragreiche Land dem Strom aber erst endgültig abringen. Der Lohn der Arbeit sind die üppigen Felder, die saftigen Weiden und die ertragreichen Obstplantagen beiderseits des Stromes.

Elbquerungen vom Ochsenweg bis zur A 20

Wedel war seit dem Mittelalter ein wichtiger Etappenabschnitt an der großen Viehhandelsroute, die Jütland mit Mittel- und Westeuropa verband. Ende es 16. Jahrhunderts wurden über 20.000 Ochsen jährlich mit Hilfe einer Fährverbindung über die Elbe geschifft. Diese Elbquerung war ein wesentlicher Standortfaktor für den großen Wedeler Ochsenmarkt, über dessen Treiben seit dem 16. Jahrhundert eine der größten Rolandstatuen Europas wachte.
Auch im heutigen Kreis Pinneberg und im ganzen Hamburger Umland hängt zukünftiger Wohlstand von den Möglichkeiten ab, die Elbe zu queren. In absehbarer Zeit wird Skandinavien über den Großen Belt fest mit Skandinavien verbunden sein. Personen- und Warenströme in den Ostseeraum werden weiter zunehmen. Spätestens dann darf die notorisch überlastete A7 mitten in Hamburg nicht länger die Staufalle bleiben, die sie jetzt schon ist, denn das kostet Tag für Tag Nerven und wirtschaftliche Ressourcen. Zum Wohl der Pendler und Unternehmer im westlichen Hamburger Umland muss mit Hochdruck am Weiterbau der A20 gearbeitet werden.
Wir brauchen dringend die feste Elbquerung bei Glückstadt!

Die Pinnau hat an beiden Ufern Schätze

Die Pinnau ist der längste Nebenfluss der Elbe im Kreis Pinneberg. Mit ihren 41 km Länge ist sie ungefähr so viele Meter lang, wie die Stadt Pinneberg Einwohner hat – Ende 2011 waren es 41.137. Die Schätze, die der Kreis Pinneberg in sich birgt, sind nicht nur seine landschaftlichen und kulturellen Juwelen, sondern vor allem die Fähigkeiten der Menschen, die hier leben. Um diese Schätze zu heben, muss die Politik die richtigen Bedingungen schaffen und erhalten. Das gilt neben der Infrastruktur vor allem für den Bereich der Bildung. Zur hervorragenden Bildungslandschaft des Kreises Pinneberg gehören die renommierte Fachhochschule und die mit dieser eng verbundene Physikalisch-Technische Lehranstalt in Wedel, die Nordakademie in Elmshorn oder die Hochschule Pinneberg.

Die Welt zu Gast

Nicht nur wichtige Rohstoffe aus aller Welt und Güter aus deutscher Produktion werden durch das enge und kurvenreiche Fahrwasser der Unterelbe in den Hamburger Hafen navigiert. Neben den unzähligen Schiffen, vom Bananenschiff aus Südamerika über die Containerriesen der China Shipping aus Fernost bis hin zu den kleineren Feedern, die den gesamten Nord- und Ostseeraum ansteuern, kommen auch Schiffe mit hunderten von Leuten an Bord bei Pagensand vorbei. Besucher aus aller Welt erleben die stundenlange Anreise in den Hamburger Hafen durch die immer enger werdende Elbe als ein besonderes Highlight ihrer Kreuzfahrt. Für viele neugierige Augen an Bord ist die aus luftiger Höhe weithin überschaubare satt grüne Marschlandschaft ein erster exotischer und unbekannter Eindruck von Deutschland.

Blühende Landschaft Kreis Pinneberg

Nicht nur der Bauerngarten des Arboretums bei Ellerhoop wächst und gedeiht. Der Kreis Pinneberg insgesamt ist eine blühende Landschaft. Mit seiner starken und mittelständischen Wirtschaft ist er ein starker Teil der Metropolregion Hamburg. Zu der Lebensqualität, die die Dörfer und Städte den rund 301.000 Einwohnern in der Marsch und auf der Geest zu bieten haben, tragen Unternehmergeist und bodenständiges, solides Wirtschaften einen großen Teil bei.

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